Freitag, 28. Januar 2011

30 kg Marke durchbrochen und gelernt auch auf drei Beinen zu stehen. Ole pubertiert. Es gibt jetzt hin und wieder regelrechte Rüpel Tage. Nun tritt genau das ein, was Millionen Hundebesitzer auf dieser Welt schon vor mir erlebt haben. Das Hirn des Hundes setzt zeitweise aus. Dann ist alles vergessen, was bis dato so gut funktionierte.

Gut so. Das zeigt, dass ein Hund nicht funktioniert. Er lebt, er fühlt und er verändert sich.

Gott sei Dank sind diese Phasen zeitlich limitiert und wir können trotzdem mittags ohne Leine durch den Park spazieren. Ich muss Ole nun noch genauer beobachten und vorausschauend Kommandos geben, dann klappt alles. Vielleicht war ich mir in den letzten Wochen schon zu sicher, da er immer auf mich fixiert war. Nun sind eben bestimmte Dinge manchmal wichtiger. Auch das werden wir gemeinsam meistern.

Bis die Tage

O&O



Sonntag, 9. Januar 2011

Eis am Strand ist bekanntlich eine leckere Angelegenheit im Sommer. Wir hatten eine Woche lang Eis auf dem Strand. Nach Silvester sind wir für ein paar Tage nach Usedom gefahren, um das Jahr langsam zu beginnen. Noch einmal tief Luft holen, Anlauf nehmen und auf das Wesentliche konzentrieren.

Ole hatte so die Gelegenheit Meerwasser kennen zu lernen. Das die Wassertemperatur eher gegen 0 Grad Celsius ging, störte unseren Hund nicht im Geringsten. Ein beherzter Sprung von der Eisscholle, rein ins Wasser und den Enten hinterher. Ich war so verdutzt, das ich meine Kamera gar nicht so schnell aus der Jackentasche hervor brachte. Das lag wohl aber vor allem auch an meinen erfrorenen Fingern. Der eiskalte Wind drang durch alle vom Weihnachtsmann überbrachten selbstgestrickten Bekleidungsstücke.

Da wir in dieser Zeit in einem Stadthaus wohnten, welches nicht über einen Garten verfügte, waren wir gezwungen mehrmals am Tag nach alter Hundemanier Gassi zu gehen. Schal, Mütze, Handschuhe und Tüten immer dabei. Auf frisch gefrorenem Regen, in den Wetterberichten auch Blitzeis genannt, macht „Gassi-gehen“ echt Spaß. Gut, dass Ole mich an der Leine hatte, so konnte ich, wenn ich schon auf die Nase fiel, nicht liegenbleiben und erfrieren. Ole hätte mich nach Hause gezogen, da bin ich mir sicher.

Das eine solche Art von Bewegung müde macht, könnt ihr euch sicher denken. Kaminfeuer, ein voller Bauch und einlullende Klassik aus dem Radio, da ist Hund und Rudel schnell im kollektiven Tiefschlaf, (… um euch nicht zu schocken, gibt es aber nur Fotos von Ole in diesem Zustand).

Bis die Tage

O&O


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