Montag, 27. September 2010    
                                                          


Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Völlig unvorbereitet und so gar nicht geplant, war Ole am Wochenende das erste Mal mit uns auf Reisen. Eigentlich war für das Wochenende etwas ganz anderes geplant, aber ein lieber Mensch aus unserer Familie (Rudel) wurde krank und brauchte unsere Hilfe. So kam es, das wir am Samstagmorgen auf der A7 Richtung Süden unterwegs waren und Ole sichtlich bequem auf dem Rücksitz lag.



Dank Internet hatten wir ein Hotel gefunden, das nicht nur Ole gefiel sondern auch uns ganz angenehm war. Es war für uns drei die Feuertaufe, denn Ole war überall dabei. Ob beim Abendessen, beim Frühstück oder beim „Gute-Nacht-Bad“, er wollte mitspielen.

So habe ich auch einmal den Nachtportier kennengelernt. Normalerweise ist solch ein Nachtportier nicht mehr im Hotel, wenn man zum Frühstück geht. Da Ole nachts aber gerne mal ein „Ründchen“ geht, hatten wir das einmalige Vergnügen.









ADAC Plus Mitgliedschaft zahlt sich aus. Definitiv! Ich weiß wovon ich rede.

Sonntagmorgen sprang der Wagen nicht mehr an. Ole fand es Klasse, da wir jetzt ganz viel Zeit zum „Flugentewerfen“ hatten und er nicht ins Auto musste. Uns war eigentlich nicht zum Lachen zu Mute, aber die Fröhlichkeit und vor allem mit wie viel Ruhe Ole das ganze Drumherum über sich ergehen ließ, übertrug sich auf uns. Anstatt zu fluchen und zu schimpfen, nahmen wir das Übel gelassen hin.

Der ADAC konnte vor Ort dem Wagen nicht mehr helfen, aber uns. So wurde Ole samt Auto abgeschleppt. Aus versicherungstechnischen Gründen musste er in unserem Auto sitzen bleiben, während wir im LKW mit Platz nahmen. Er nahm auch das völlig entspannt hin und legte sich auf dem Rücksitz schlafen.





Alles in allem war es sicher ein etwas unruhiges Wochenende für uns alle, aber Ole und wir haben wieder richtig dazu gelernt. Außerdem haben wir einem kranken Menschen ein wenig Freude bereitet und Zuversicht gegeben, sowie erfahren dürfen, das es wirklich gelbe Engel gibt.

Und ganz ehrlich … Ole ist ein toller Bursche. Wir sind echt stolz!




Mittwoch, 22. September 2010    
                                                                      



Toxisches Schocksyndrom und wir hatten den Tagebucheintrag vom Sonntag doch eigentlich schon abgeschlossen. Es kam aber anders. Vom Spaziergang zurück, öffnete ich den Kofferraum und fand einen leicht torkelnden Ole mit Schaum vor dem Mund. Raus aus dem Wagen und auf den Rasen gesetzt. Da hatten wir sofort Erbrechen, Durchfall und einen elendig ausschauenden Hund. Jetzt war der Schock auf unserer Seite. Nicht toxisch, aber heftig.

Also Rundumleuchte aufs Dach, Lolli in den Mund und mit quietschenden Reifen ab in die Tierklinik nach Lüneburg. Dort gab es dann reichlich Spritzen und eine erste Entwarnung. Ole fing an stabil zu werden. Es gab zwar noch eine große Sauerei im Behandlungszimmer, aber das abschließende Leckerli schmeckte schon wieder.

Nun hatte er es also geschafft, uns in Angst und Schrecken zu versetzen. Was der genaue Auslöser bzw. das eigentliche Corpus Delicti war, welches in seinem Magen einen derartigen Schock ausgelöst hatte, bleibt (s)ein Geheimnis.

Am Montag habe ich mir einen Tag Urlaub genommen und wir sind zu Hause geblieben. Dort haben wir dieses Erlebnis erst einmal gemeinsam schlafend verarbeitet.

Für alle zur Entwarnung: Dienstagmorgen war Ole schon wieder ganz der „Alte“, wie man auf dem Foto sieht.





Sonntag, 18. September 2010                                                             

Keine Panik Leute! Es gibt kein Problem mit Eurer Internetverbindung. Eure Grafikkarte ist auch nicht beschädigt und vermutlich ist auch Euer Monitor noch an. Auf dem Foto ist wirklich nicht viel zu sehen. Ich wollte Euch nur einmal zeigen wie dunkel es nachts sein kann. Besonders bei starker Bewölkung. Ich hatte davon keine Ahnung. Doch seitdem Ole da ist, habe ich die Möglichkeit dieses Naturschauspiel jede Nacht zu bewundern.




Und unser Haus sieht nachts drei Uhr auch ganz anders aus!



Samstag, 17. September 2010                                                             





Es ist Zeit zum Pilze sammeln und momentan findet man reichlich davon. Ole findet auf jeden Fall jedes noch so kleine Exemplar. Da es ausgesprochen viel regnet in den letzten Tagen, wachsen nicht nur Pilze, sondern auch die Pfützen im Wald. Wenn wir dann gemeinsam spazieren gehen, jagt er durch die Wasserlöcher hin und her. Danach haben wir einen ausgeglichenen und schnarchenden Ole in der Stube liegen.





Mittwoch, 15. September 2010                                                             

Zu klein oder zu groß?  Letztendlich kommt es darauf an wie man das Ganze betrachtet. Also Ole ist zu groß für den kleinen Katzenkorb oder ist der Korb zu klein für den großen Ole?




Sonntag, 12. September 2010                                                             

Rote Äpfel mag Ole am allerliebsten. Dass Hunde überhaupt Äpfel mögen, hätte ich früher auch nie gedacht. Doch bei einem meiner Besuche beim Züchter, konnte ich mich selbst davon überzeugen, wie wild Labbies auf diese Obst sind.

Ich denke die folgenden Fotos sprechen für sich und ich brauche gar nicht zu erwähnen, wie sehr Ole das Wochenende genießt. Seine Grippe hat er auch gut überstanden.


Damit ihm niemand den Apfel wieder streitig macht, verschwindet er damit immer in der Heide.



Mittwoch, 8. September 2010                                                               

Kauknochen gegen juckende Zähne kommen extrem gut an. Und wenn Ole so lieb und geduldig beim Tierarzt war wie heute, dann hat er eine Belohnung auch verdient.

Ole ist auf dem Weg der Besserung und hat kein Fieber mehr. Trotzdem werden wir es weiter ruhig angehen lassen. Den „Schnodderflecken“ an meinen Hosen nach zu urteilen, müsste jetzt auch bald alles raus sein.





Montag, 6. September 2010                                                          

Ole hat Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Nun denn, haben wir die erste Kinderkrankheit. Also auf zum Tierarzt.

Nach dem Anmelden haben wir uns aus „Ansteckungsgefahr-Gründen“ wieder nach draußen verkrümelt. Ole nutzt die Zeit und beschnüffelt Quadratmillimeter für Quadratmillimeter den Parkplatz davor.


Furchtlos und mit dem Schwanz wedelnd, läuft er ins Praxiszimmer und begrüßt das Team überschwänglich. Das hat seine Gründe.

Nach ausführlicher Untersuchung ist die Diagnose klar – ein Infekt. Ole hat also eine Grippe. Da hilft erst einmal eine Aufbauspritze. Beim Spritzen selbst ist er so mit seiner Zunge in meinen Händen beschäftigt, dass er den Piecks gar nicht merkt. Auf Kommando der Ärztin habe ich meine Hände mit Leckerlis gefüllt. Danach gibt es noch eine Belohnung von der Assistentin und so ist klar, dass Ole auch beim nächsten Besuch wieder mit großer Begeisterung die Praxis betritt.

Wir bekommen jedoch noch eine Tüte mit schleimlösenden Mitteln und Antibiotikum mit. Die Einnahme wird Ole nicht schwer fallen, da bin ich mir sicher.






Sonntag, den 5. September 2010                                                         


Unentwegt hat unser Ole, ähnlich einem Trüffelschwein, seine Nase am Boden oder wie hier auch einmal im Geschirrspüler. Ehe man sich versieht, schnappt er nach allem was einigermaßen gut riecht, um auch noch zu testen ob es gut schmeckt. Das treibt uns momentan zum Wahnsinn, denn in der letzten Woche haben wir dann aus seinem Maul Glasscherben, Rehscheiße, Steine, Pilze, Kugelschreiber-Federn, Büroklammern, Zigarettenkippen und zur Krönung die Überreste einer menschlichen Notdurft heraus gefingert.

Dieses unentwegte Bedürfnis alles ins Maul zu nehmen ist mittlerweile ein größeres Problem geworden, bei dem wir Hilfe von „Hundeexperten“ zu Rate ziehen. Dabei müssen wir aber feststellen, dass so mancher gut gemeinter Rat nicht funktioniert. Letztendlich müssen wir sehr genau aufpassen, dass er nicht etwas verschluckt, an dem er Schaden nehmen kann.

Am Montag wollen wir in der Hundeschule vorsichtig beginnen, an der Leine zu gehen. Das hilft uns hoffentlich weiter.




Unentwegt wächst Ole aber auch. Heute Morgen brachte er 11,6 Kg auf die Waage und wir haben wieder die Schulterhöhe gemessen - 39cm. Wo will der Kerl noch hin?

Hier versucht er gerade über Nachbars Zaun Kontakt mit dem dortigen Rudel zu knüpfen.



Freitag, 3. September 2010                                                                 

Spielen im Büro ist eigentlich nicht Sinn und Zweck der zweibeinigen Mitarbeiter einer Firma. Doch wer wollte unserem vierbeinigen Freund das Spielen verbieten. Er reagiert grundsätzlich eher nicht auf Abmahnungen.

Rollbrettfahren auf dem Hof, Leckerlis aus einem umgestülpten Papierkorb holen und Papiere zerfetzen sind so tolle Beschäftigungen für einen kleinen Welpen.





Mittwoch, 1. September 2010                                                          

Die Heide blüht und so machen Spaziergänge mit Ole richtig Spaß. Natürlich nur eine kleine Runde mit einer großen Pause zwischendurch. Hier darf er auch mal buddeln und wenn er erfolgreich Wildenten aus Latex aufspürt, bekommt er auch Fleischwurststückchen zum Fressen.

Dabei prüfen wir auch immer seine Aufmerksamkeit. Wenn er sich an einer Stelle so richtig „abwesend“ geschnüffelt hat, lassen wir es darauf ankommen und verstecken uns hinter einem Baum. Man kann dann richtig sein Entsetzen in seinem Blick erkennen, wenn er fest stellt, dass wir ihm abhanden gekommen sind. Ein kurzes Pfeifen oder Rufen, und er kommt wie ein Wirbelwind angefegt. Erleichtert uns wieder gefunden zu haben, gibt es erst einmal große Freude in Form von Schwanzwedeln. Den Rest des Weges sind wir dann seiner Aufmerksamkeit sicher. Er behält uns fest im Blick.







Wieder zum Anfang