Sonntag, 31. Oktober 2010                                                                 



Trübe Herbsttage ohne Ole wären extrem leer und ausgesprochen bewegungslos für uns.

Wären wir wohl früher, bei 7°C über Null und leichtem Nieselregen von vorne rechts, Sonntagmittags an die Elbe gefahren, um mit Gummistiefeln und Frisbeescheibe bewaffnet, mit einem vor Freude schwanzwedelnden Hund durch den Schlick zu waten? Wohl kaum! Stattdessen hätten wir uns nach einem deftigen Brunch mühsam auf der Couch, in die stabile Seitenlage begeben, um schnappatmend in einen komatösen Mittagsschlaf zu verfallen.

Dieser kleine schwarze Labrador stellt aber auch alle Gewohnheiten auf den Kopf.

Die Vorteile für Frauchen und Herrchen liegen auf der Hand. Viel Bewegung, frische Luft und jede Menge schöne Fotos. Die Nachteile aber auch: nasse Klamotten, gefüllter Wäschekorb mit Schlickhosen und ständiges Herausoperieren von Schafsköttel vom Elbdeich, aus Ole´s Maul.









Milchzähne verliert Ole nun regelmäßig. Und Knochen helfen dabei. Vor allem Parmaknochen sind so lecker. In dieser Woche hat Ole von seiner Freundinn Tinka ein Paket bekommen. Da war ein leckerer Knochen drin und super Fotos vom ersten Date mit Schwimmkurs. Da kann Hund vor Freude schon mal in Rückenlage kommen.










Sonntag, 16. Oktober 2010                                                                 




Goldene Oktobertage lassen Ole im Sonnenlicht noch imposanter aussehen. Komplimente gibt es für Ole genug. Egal wo wir einem „Zweibeiner“ begegnen, spüren wir, Carlsberg von Lovely Lab Affairs macht Eindruck. Nun ist er 18 Wochen alt, wiegt 16,7 kg und hat eine Schulterhöhe von 46 cm. Seit 10 Wochen dreht sich unser Leben um Ole. Wir sind HUND!



Die Schule tut ihm gut. Seit zwei Wochen zeigt er mir gemeinsam mit unserer Hundetrainerin, was ich alles noch lernen muss. Doch mit so einer Hundeschule ist es wie mit so vielen anderen Dingen im Leben. Man weiß was zu tun ist, kann es aber im Alltag nicht immer umsetzen.

Sicher gibt es noch viele Dinge die wir auf Grund unserer Unerfahrenheit (schließlich ist es ja unser erster Hund) falsch machen, aber wir haben auch schon vieles richtig gemacht.

Mittlerweile machen wir täglich einen halbstündigen Ausflug in den Wald. Mit einem fleischwurstgefüllten Dummy bewaffnet, machen wir jedes Mal daraus ein kleines Abenteuer. Ole ist sehr aufmerksam und bewegt sich immer in meiner Nähe. Das ständige Aufschnappen von allerlei Unrat lässt nach. Er ist wählerisch geworden und kann eigentlich nur an Pferdeäpfeln und Tannenzapfen nicht vorbei. Doch mit einem interessanten Ablenkungsmanöver und einem Leckerli zur Belohnung, ist er auch davon abzubringen.









Gartenteiche und Kundenbesuche bringt man nicht zwingend in einen Zusammenhang.

Ich hatte einen guten Geschäftsfreund zu besuchen und am Telefon höflich gefragt, ob Ole mitkommen darf. Kein Problem und unbedingt sollte er mitkommen! Dort angekommen machte Ole Bekanntschaft mit Tinka, einer elfjährige Labrador – Schäferhund - Mix Hündin. Nachdem Tinka kurz die Rangordnung geklärt hatte, gab sie Ole aber unmissverständlich zu verstehen, dass sie richtig Lust auf Spielen hat. Das lies Ole sich nicht zweimal sagen. Während wir in Ruhe unsere nächsten gemeinsamen Projekte besprechen konnten, tobten Tinka und Ole im Garten. Dort gibt es auch einen Gartenteich. Und Tinka zeigte Ole wie es geht. Anlauf, Absprung und hinein ins Glück. Nun weiß Ole endlich, dass er schwimmen kann. Tinka hatte ihm unterschlagen, dass der Teich ein wenig zu tief ist, um ohne Schwimmkünste wieder heraus zu kommen.

Viele liebe Grüße an dieser Stelle an Tinka, Ingrid und Manfred. Danke für den Schwimmkurs und das Handtuch.




Die dunkle Jahreszeit macht müde. Obwohl Ole mit seinem Body Index auf der großen Hundedecke entspannter liegt, muss er sich von Zeit zu Zeit noch in den viel zu kleinen Katzenkorb zwängen. Sein Kuscheltier Elch Knut darf dann nicht fehlen. Unserem Kater Georg gefällt das jedoch überhaupt nicht so recht.









Sonntag, 3. Oktober 2010    
                                                                             




16 Wochen ist Ole jetzt. Sein Charakter und sein Aussehen haben sich verändert. Er wird selbstbewusster und Puppy sieht nun schon aus, wie ein kleiner „großer“ Labrador.

Am Montag gab es vorerst die letzte Impfung. So ganz entspannt war Ole dabei aber nicht. Der Ausflug in die Tierklinik neulich, hat ihn wohl etwas Respekt eingeflößt und Angst gemacht.

Am Mittwoch gab es die erste Trennung seit 8 Wochen überhaupt. Ich musste für zwei Tage auf Dienstreise und Ole und das Rudel allein zu Hause zurück lassen. An der ersten Autobahnraststätte ging ich zum Kofferraum, und erst dann war mir bewusst, dass ER ja gar nicht dabei ist. Am nächsten Morgen im Hotel bin ich verwirrt aufgewacht, da mein erster Gedanke war: „Wow, wir haben durchgeschlafen“. Für mich traf das auch tatsächlich zu, ob Ole das auch geschafft hatte, konnte ich aber erst am Freitag erfahren.

Die Begrüßung war einzigartig. So enthusiastisch wurde ich zu Hause noch nie begrüßt. Zu mindestens hat sich dabei, noch nie jemand vor Freude rücklings vor mir auf den Boden gelegt.


Heute haben wir dann Oles Kiste demontiert. Stubenrein. Astrein! Jetzt schläft Ole auf seinem Hundekissen im Flur. Na dann wollen wir mal hoffen, dass es klappt. Das Babyphone bleibt jedoch eingeschaltet.





Frauchen hat er auch lieb.....................................................................



Bis die Tage

O&O



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